Der von Beginn an auf Betrug angelegte Runde Tisch würde rotieren, …

Letztes Jahr starb meine Kollegin Hanne Wickop. Ihre Erfahrungen als Heimkind, das Zwangsarbeit verrichten musste, hielt sie in ihrer Biografie „Lieber Vater. Erinnerungen eines Heimkindes“ fest.
Auch ich war wie meine drei Geschwister ein Heimkind. Mein Schicksal im Heim war nicht so trüb wie das von Hanne Wickop. Zwangsarbeit erlebte ich nicht; dafür einen sadistisch-sexuellen Übergriff und gelegentliche Misshandlungen.
Die Lebenssituation der meisten Heimkinder entwickelte sich auch nach dem Heim prekär. Sie sind heute häufig verarmt und haben deswegen kaum Aussicht auf einen geruhsamen Lebensabend. Vor acht Jahren fand der runde Tisch, an dem unter anderem Missbrauch und Misshandlung in den Heimen aufgearbeitet werden sollte, sein Ende. Durch die kaltherzige Moderation von Antje Vollmer gab es für die Heimkinder keine Genugtuung und keine nennenswerte Entschädigung. Deswegen ist dieser Prozess nicht abgeschlossen. Es wurde nicht aufgearbeitet, sondern die Probleme der längst erwachsenen, traumatisierten Heimkinder wurden ein weiteres Mal diminuiert und vom runden Tisch gewischt. Der Groll darüber hält an.
Aus diesem Grunde reblogge ich hier aus Dirk Schaefers Blog:

Dierk Schaefers Blog

… doch diese mafiöse Verbindung von staatlichen und kirchlichen Interessen hat ihre Schuldig­keit getan, nämlich die ehemaligen Heimkinder nach allen Regeln der Kunst über den Tisch zu ziehen.[1]

Nun zeigt das IPP, das Institut für Praxisforschung und
Projektberatung, München in einer Studie auf, wie man seriös hätte arbeiten
können.[2]

Hätte, hätte, Fahrradkette.

Die trickreiche Moderatorin des Runden Tisches, Dr. Antje
Vollmer, MdB und Pfarre­rin, kann sich nicht damit rausreden, sie sei blind in
das Verfahren geschlittert. Warnungen und gute Vorschläge gab es von Beginn an.
Aber sie spielte gekonnt das Spiel mit den gezinkten Karten. Als willige
Helferin?[3]

Die Münchner Studie zeigt Ergebnisse, die Pfarrerin Vollmer
gemieden hat wie der Teufel das Weihwasser.

Die einzelnen Punkte:[4]

Im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von Rentenersatzleistungen wird häufig der Vorwurf geäußert, dass sich diese auf Arbeit bezieht, die ab dem 14. Lebensjahr geleistet wurde, während die oft jahrelange Kinderarbeit…

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