Instrumentalisierung der Opfer sexualisierter Gewalt

Cc Dominik HES

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Der Fall Lohfink zeigte, dass es jedem, der meint, ein Gerechter zu sein, schnurzegal ist, wenn er für seine Argumentation, die von Sexualverbrechern geschändeten Opfer, ein weiteres Mal schändet, indem er sich als ihr Interessenwahrer ausgibt, um seine Ideologie oder seine eigene Schandtat zu vertuschen.

Im Fall Lohfink waren es die Opfer tatsächlicher Vergewaltigungen, die instrumentalisiert wurden, um ein Argument zu liefern, warum die Verurteilung einer Verleumderin ungerechtfertigt sei. Schließlich würden durch die Verurteilung der Lohfink, die aufgrund ihrer Falschbeschuldigung gar mehrere 100.000 € an Gagen einsackt und lediglich 20.000 davon als Strafe bezahlen muss, viele Opfer von Vergewaltigungen eine Anzeige unterlassen, da sie fürchteten letztlich selbst wegen Verleumdung angeklagt zu werden. Diese Argumentation ist nicht nur hanebüchen, sondern sie ist ein Schlag ins Gesicht der wirklichen Opfer sexualisierter Gewalt, die hier für eine verlogene Argumentation herhalten müssen. Es ist beschämend für jedes Opfer, das hier auf das Niveau einer kriminellen Verleumderin gehoben und mit ihr gleichgestellt wird. Derlei Vergleiche sind bösartig! – Deswegen auch sollte die Bundesministerin Schwesig, die an dieser Opferdiskriminierung aktiv durch ihre Teilhabe am #TeamGinaLisa mitwirkte, zurücktreten! Weiterlesen