Mütter missbrauchen ihre Söhne unsichtbar vor aller Augen

Manche Geschehnisse um mich herum, kleine Interaktionen, die andere, selbst wenn ich sie darauf aufmerksam machen würde, womöglich für belanglos hielten, triggern mich auf eine klandestine Weise und entwickeln manchmal einen sich potenzierenden Nachhall. Im ersten Moment folge ich dem Vermeidungsimpuls, drehe mich weg und beginne zu dissoziieren, doch viel belastender als die Dissoziation ist die nachhaltige Wirkung des Auslösers. Aus der dissoziierenden Entkoppelung meinerselbst kann ich mich meist wieder zurückbinden und Boden finden, hingegen bedrückt mich die diffizile Nachwirkung, die nadelstichartigen Mikroblitze der Erinnerung an das Vorkommnis, sehr; oft währt dieser wiederkehrende Reiz über Wochen und manchmal über Monate oder auch Jahre.

Ein Ereignis, das ich am 28. Juni 2013 bereits festhielt und am 5. Dezember 2014 wieder erwähnte, wiederholte sich am Donnerstag in ähnlicher Weise und war die Wiederholung der gleichen – für mich missbräuchlichen – Fürsorgehandlung einer Mutter. Ruth, die ich darauf aufmerksam machte, sah es ähnlich wie ich und wandte sich gleichfalls angewidert ab. Jedenfalls ist dieses Bild ein wiederkehrender Flashback meiner posttraumatischen Entwicklung geworden.

Ich notierte damals: Weiterlesen