Zwei Seiten einer hässlichen Medaille

Die andere Seite © Janusz Klosowski / pixelio.de

Die andere Seite © Janusz Klosowski / pixelio.de

Betatschen, vergewaltigen und ausrauben ein Heidenspaß für Halunken und Sexualverbrecher. Eine Riesenblamage für die Polizei. Und eine dicker Batzen Spucke auf die Tastatur der Journaille. Es ist erbärmlich wie nun herumgestottert wird, von nordafrikanisch Aussehenden. Wie, bitte, sehen Nordafrikaner aus? Sie sehen aus wie Berber, Araber, Ägypter, Marokkaner, Beduinen, eben wie die neuen Einwanderer in diesem Land. So aussehendes Gesindel, ausschließlich Männer, hat die Sau rausgelassen und in der Silvesternacht Frauen sexuelle Gewalt angetan und sie ausgeraubt. Gleichzeitig haben sich irgendwelche Gruppen mit Feuerwerksraketen beschossen. Die Polizei, ohnehin personell längst unterm Limit, verlor den Überblick und räumte die Örtlichkeit und trieb hierdurch Opfer und Täter noch enger zusammen. Es muss entsetzlich gewesen sein in Köln, in Hamburg und Stuttgart, wo sich Räuber und Sexualverbrecher verabredeten und zusammenrotteten, um ihr Ding abzuziehen. Es war entsetzlich für jede Frau, die dort von Männern betatscht und umzingelt wurde. Es war die offene Jagd auf Frauen.

Kein Mensch möchte so betatscht und angefasst werden. Kein Mensch möchte so zum Objekt geiler Gier werden. Diese Verbrechen sind für die Opfer entwürdigend, erniedrigend und anhaltend beschämend. Deswegen spreche ich auch von Schändung. Denn das Opfer wird beschämt und muss häufig erst in einem längeren therapeutischen Prozess lernen, seine Scham zu überwinden. Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich war als Jugendlicher öfters dieser geilen Gier – seltsamerweise mehrheitlich durch Frauen als durch Männer – ausgesetzt.

Das ist die eine Seite der Medaille. Sie ist ebenso hässlich wie die andere Seite, von der ich nun berichte.

Seit die derzeitige Völkerwanderung im Frühjahr letzten Jahres ungehindert ihren Lauf nahm, häufen sich die falschen Beschuldigungen gegenüber Einwanderern. Frauen allerorten bezichtigen Einwanderer, ihnen sexuelle Gewalt angetan zu haben. Im Laufe der einzelnen Ermittlungen stellte sich dann heraus, dass der ganze Vorfall erlogen war. Die angeblichen Gründe für die Falschbezichtigungen sind vielfältig; mal sollte ein Seitensprung kaschiert werden; mal sollte der Vorwurf eine unverständliche Abwesenheit von zuhause erklären; mal war es einfach nur Fremdenhass, der die Frauen motivierte.

Auch diese Falschbeschuldigungen sind Gewalt. Ja, sie sind auch indirekt sexuelle Gewalt, weil hier Frauen mit dem Vorwurf von sexueller Gewalt einer Gruppe von Männern ebenso die Würde nimmt und sie beschämt. Sie zeihen sie eines widerwärtigen Verbrechens, das jeden ehrbaren Mann zutiefst verletzt und seines Gesichts beraubt, und sie setzen sie der gesellschaftlichen Ächtung aus. Diese Ächtung hält oft auch über die Aufdeckung der Falschbeschuldigung hinaus an, denn der dumme Spruch, der alle Vorurteile nährt, lautet: kein Rauch ohne Feuer! Etliche derart falsch Angeklagte werden über diese Anschuldigungen so aus der Bahn geworfen, dass sie den Freitod wählen.

Dass Frauen die Falschbeschuldigung von Sexualverbrechen als Waffe gegen Männer einsetzen, ist eine traurige Tatsache, die weithin übersehen wird. Ja, auch sie unterliegt einem Tabu, wie so viele Frauengewalt. Mittlerweile gehört zum Beispiel der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs in Sorgerechtsangelegenheiten bei Scheidungspaaren zum Standardvorwurf der Mütter gegen die Väter. Wobei die wenigsten dieser Falschanschuldigungen auch gerichtlich verfolgt werden. Die Strafen für Falschbezichtigungen sind zudem lächerlich niedrig. Im „Forum für Falsche Erinnerungen“ listet die Forumsbetreiberin Jenny Doe über 600 Fälle von Falschbeschuldigungen wegen sexueller Gewalt durch Frauen im deutschsprachigen Raum in den letzten 10 Jahren auf.

Als der Fall Kachelmann, der von C. S. Dinkel fälschlicherweise der Vergewaltigung bezichtigt wurde, verhandelt wurde, forderten Feministen um Alice Schwarzer, Kachelmann im Zweifel gegen den Angeklagten zu verurteilen. Denn würde Kachelmann nicht verurteilt werden, wäre dies ein Schlag ins Gesicht für alle Frauen, die sexuelle Gewalt erleiden, denn die würden es dann nicht mehr wagen, ihre Vergewaltiger anzuzeigen, da diese ungeschoren davon kämen, während sie selbst in Schande zurückblieben. Hierzu schrieb die ehemalige Staatsanwältin und heutige Schriftstellerin Gabriele Wolff in ihrem Blog.

„Alice Schwarzer & Co. sind Opfer ihres eigenen falschen feministischen Dogmas geworden, daß es so gut wie keine Frauen gäbe, die falsche Anschuldigungen machten. Da dieses Dogma wesentlicher Teil ihrer bevormundenden und einträglichen Geschäftsgrundlage ist, werden sie von der falschen Solidarität zu dem juristisch bereits erwiesenem Nicht-Opfer Claudia D. nicht ablassen, und damit dessen Schicksal selbst erleiden. Daß sie dennoch wähnen, sich für wahre Opfer einzusetzen, ist rational nicht mehr begreifbar. Denn die Entlarvung falscher Opfer nützt den echten. Je eher jene detektiert und verurteilt werden, desto mehr haben echte Opfer eine Chance, Gehör zu finden.“

Es ist insgesamt eine hässliche Medaille von der ich hier berichtete. Und es muss jede Seite dieser Medaille geächtet und juristisch verfolgt werden. Denn Männer sind ebensowenig die schlechteren Menschen, wie Frauen die besseren Menschen sind. Beide sind Menschen mit ihren guten und schlechten Seiten. Doch wer meint, seine schlechte Seite leben zu müssen, der muss auch die gerechte Strafe für seine böse Tat erhalten. Leider habe ich dahingehend meinen Glauben an unser Rechtssystem verloren, dies gilt für beide Seiten der Medaille.

 

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2 Gedanken zu “Zwei Seiten einer hässlichen Medaille

  1. Es geht eben nicht nur um den kulturellen Hintergrund der Täter, sondern auch um den der weiteren Menschengruppen im Umfeld der Geschehnisse.

    Mir stellt sich bei solchen, oder ähnlichen Ereignissen immer sofort eine grundsätzliche Frage:
    Wie kommen Menschen, im konkreten Fall Menschengruppen ( welche und in welcher Anzahl auch immer ), auf den offenbar verführerischen Gedankengang, zu bestimmten Anlässen jegliche Achtung vor den grundlegendsten Regeln menschlichen Anstands zu vergessen und sich derart menschenverachtend benehmen zu können?
    Seltsamerweise habe ich in keiner der bisher gelesenen Berichte und Stellungnahmen dazu diese Frage wiedergefunden.
    Jetzt frage ich mich: Warum nicht?
    Die naheliegenden Spekulationen dazu lasse ich hier und jetzt weg, da sie z.T. denn doch in letzter Konsequenz zu einer “Migrantendiskussion” führen könnten, obwohl ich die möglichen Ursachen und Hintergründe eher als “deutsches Problem”, besser gesagt, als Konglomerat z.T. widersprüchlicher Probleme ( z.B. der Akzeptanzhierarchie der [ Staats-]Feministen und dem bundesweit bekannten Karnevals- u. Sylvesterschlampentum [ besonders ] im Ruhrpott, als gegenläufige soziale Symptome ) betrachte.

    Was mich allerdings derbe verwundert, ist die Tatsache, daß jetzt mal wieder reichlich Leute, die vorgeblich auch auf Seiten der Männer stehen, ein altes feministisches Gerücht unhinterfragt repetieren und damit einem alten und wahrscheinlich völlig unschuldigen Mann ziemlich unfreundlich nachreden.

    Tatsache ist, daß es nicht den geringsten ernstzunehmenden Hinweis darauf gibt, daß Brüderle je versucht hat, einer angebl. Journalistin ( eher wohl bis Dato erfolgslosen Redaktionspraktikantin ) ein Kompliment zu machen, schon gar kein verunglücktes.
    Tatsache ist jedoch auch, daß die Dummformel von der „Dirndltauglichkeit“ dem Sprachschatz von Laura Himmelreich ( also genau der, die das Gerücht aus Karriereinteresse in die Welt gesetzt hat ) entstammt.
    Dieselbe hatte nämlich nachweislich eben diese Eigenschaft Monate vorher schon Ilse Aigner sexistisch angedichtet.
    Wer sich seinerzeit auch nur halbwegs kritisch mit dem Aufkreischshitstorm befasst hat, sollte eigentlich nahezu zwangsläufig über diese Fakten gestolpert sein.

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