Tortenflug und Gewaltenteilung

Tortiges gab es am Wochenende; denn ob es eine Schokoladentorte war, was da Sahra Wagenknecht ins Gesicht geschlagen wurde, weiß ich nicht. Für mich sieht es eher wie rotbrauner Schlamm aus. Ob dabei die Farbe Braun zur vermeintlich symbolischen Tat eine symbolische Rolle spielte, blieb vom Hänfling, der dieses tat, unbeantwortet. Er entstammt der „antifaschistischen Initiative Torten für Menschenfeinde“, so die Selbstbezeichnung der Gruppierung, die drei Monate zuvor Beatrix von Storch eine Torte ins Gesicht knallte; deren Torte war aus weißem Schlamm.

Wobei die Tortenwerfer der Partei der Linken bekannt sein dürften und womöglich aus deren Umfeld, man vermutet die Rosa-Luxemburg-Stiftung, via Steuergelder finanziert wird. Jedenfalls resümierte darüber die FAZ.

Doch das ist nicht der Grund, warum ich mich zu diesem Vorfall äußere. Es sind vielmehr die Aussagen, die danach getroffen wurden. So meinte der Parteivorsitzende Rixinger: „Wir akzeptieren keine Gewalt, schon gar nicht gegen Frauen.“ – Aha, dachte ich mir, als ich es im Rundfunk hörte: keine Gewalt, okay. Aber wenn es denn doch sein muss, dann nur gegen Männer und Jungen. Ist ja normal, die sind stark und stecken das weg, wie das die Grünen Frauen bei der Alternativen Liste Berlin im Zusammenhang mit sexueller Gewalt einst meinten. („Wir wollen doch niemanden diskriminieren. Bei Jungen ist es vielleicht nicht so schlimm, bei Mädchen viel schlimmer.“ Quelle) – Dafür aber bekam Joschka Fischer keine Torte ins Gesicht geworfen.

Als Wagenknecht geduscht und frisch gewandet zum Parteitag zurückkam, meinte sie zu der Tortenattacke: „… schlimmer als die ganze Torte, finde ich die Beleidigung, mit Frau von Storch auf eine Ebene gestellt worden zu sein. Das ist echt eine Unverschämtheit. Und das zeigt eigentlich, dass da völlige politische Analphabeten am Werk waren.“

Das bedeutet nach meinem Verständnis; dass Wagenknecht die Gewalt gegen Frauen aus dem rechtskonservativen Lager für akzeptabel hält, denn diese hätten solche Angriffe verdient. Denn wäre der Täter kein politischer Analphabet gewesen, hätte er verstanden, dass das Gleiche noch lange nicht dasselbe ist, und auf den Angriff verzichtet. Linke Frauen schont man, rechte Frauen schlägt man und Männer und Jungen aller Lager stecken derlei Gewalt ebenso wie Grüne Jungs sexualisierte Gewalt mannhaft weg.

Diese Doppelmoral widert mich an, vor allem wenn man zurecht vermuten kann, dass die Täter von der Linken gesponsert wurden. Doch nach der Bekundung des UBSKM sind es neben Kinderschändern ohnehin nur Nazis, die uns bedrohen und keine Linken …

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