Wider die Familie – Grüner Missbrauch reloaded

gruene_familieDie Grünen starten mal wieder einen Totalangriff auf die Familie, indem sie sie durch Erweiterung auflösen wollen. Sie fordern: Ein Kind vier Eltern!

Und wieder instrumentalisieren sie hierfür die Kinder, in deren Sinne sie ihre Forderung angeblich aufstellen. Dabei geht es ihnen in ihrem Papier nicht um das Kind, sondern um Erwachsene und deren Wünsche, die mit den Bedürfnissen von Kindern meist wenig zu tun haben. Gerade „Wunschkinder“ erleben diese ungute Objektivierung im Verlauf ihrer Kindheit nur zu oft. Sie werden mehr als andere Kinder geschurigelt, damit sie dem erträumten Ideal entsprechen. Sie sind die lebenden Pupperl unreifer Mütter und Väter. Sie wurden für diese Eltern geboren und sollen nun deren psychische Defizite und Heileweltphantasien auffüllen.

Doch diese Kindersorgen interessieren die Grünen nicht. In ihrem Papier geht es ihnen von Anfang bis Ende um die Wünsche Erwachsener, in deren Umkreis ein Kind lebt. Vorneweg geht es ihnen um homosexuelle Partnerschaften, aber auch um freundschaftliche Beziehungen, Scheidungseltern, Wohngemeinschaften und anderem, also Leute, die allesamt mal ein Kind betreuen und betutteln. Sie nennen das Mehrelternkonstellation. Und selbstverständlich geht es ihnen hierbei auch um Staatsknete. Der Staat soll die zwei hinzukommenden Eltern mit Kindergeld und sonstigem alimentieren. Denn vier Eltern sind für ein Kind nach Ansicht der Grünen auch genug. Doch warum nicht gleich ein ganzes Dorf dafür alimentieren? Konsequent grün ist das jedenfalls nicht gedacht …

„Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf!“, so ein Gemeinplatz, der auf der ganzen Welt gilt. Ich ergänze den Spruch gerne so: „Und um ein Kind nicht zu missbrauchen, braucht es ein gesundes Dorf!“ Denn es ist nicht so lange her, als die Grünen Kinder noch Kinderschändern auslieferten. Ja, so ungesund war die grüne Partei, dass sie für die Kinderschänder in ihren eigenen Reihen und anderswo Straffreiheit forderte.

Ich entstamme einer nach außen hin gesunden, nach innen bestialischen Familie. Meiner Frau ging es kaum anders. Familien sind nicht immer der Hort, der einen Rahmen für eine glückliche Kindheit und ein stabiles Erwachsensein bietet. Aus meiner Geschichte heraus hege ich eine sehr zwiespältige Meinung zur Familie. Doch wir bemühten uns stets redlich, unserem Sohn gute und gerechte Eltern zu sein. Und ich kenne genügend Familien, die ihren Kindern ebenso jede Fürsorge zukommen ließen. Desgleichen kenne ich viele junge Erwachsene, die ihre Eltern schätzen und ein liebevolles Verhältnis zu ihrer Familie pflegen. Ich weiß aber auch von Familien, die für ihre Kinder ein Ort des Grauens und steten Missbrauchs waren.

Tatsache ist auch, dass die Alleinerziehenden, die im Grünen Thesenpapier bemüht werden – überwiegend Mütter mit sozialen Halbwaisen, weil sie ihre Kinder dem Vater entziehen -, die gefährlichste Familienkonstellation für Kinder sind. Hier droht Kindern mehr Gewalt, Missbrauch und Vernachlässigung als anderswo. Eine Begründung der Grünen für ihren Vorstoß lautet:

2015 waren schon über 30 Prozent aller Familien, in denen minderjährige Kinder leben, keine Ehen mit Kindern, sondern zum Beispiel Alleinerziehende mit Kind, Patchworkfamilien, nichteheliche Familien oder Regenbogenfamilien.

Eine unsinnige Zahl, denn sie wirft familienähnliche Beziehungen und Alleinerziehende zusammen. Dabei leben nur 18­% aller Kinder als soziale Halbwaisen. Alle anderen leben in einer funktionierenden Familie.

Die neue grüne familienfeindliche Forderung, von Volker Beck und Katja Dörner präsentiert, brächte auch in der Praxis nichts gutes, sondern nur Streit sowie erhöhte Gefahr familiären Missbrauches gegenüber dem Kind. Können sich doch schon in vielen Fällen zwei Erwachsene bei der Trennung nicht wie zwei Erwachsene benehmen, sondern missbrauchen ihre Kinder für ihren Rosenkrieg, indem sie sich bitterböse um das Sorgerecht streiten. Insbesondere Mütter sind hierbei rücksichtslos gegenüber ihrem Kind, um sich an ihrem Ex zu rächen. Vielfach bezichtigen sie deswegen mit fachkundiger Hilfe von „Beratungsstellen“ den Vater des sexuellen Missbrauches. Bis eine solche dreiste Anschuldigung aus der Welt geräumt werden kann, durchläuft der Mann eine monatelange Odyssee psychologischer Exploration und Begutachtung, und auch das Kind wird in diese Tortur eingespannt. Am Ende, wenn die falsche Verdächtigung widerlegt wurde, hat die Verleumderin wenig zu befürchten, denn so gut wie nie, wird sie wegen dieser Straftat (§ 164 StGB) belangt werden. Vielmehr wird ihr das Sorgerecht zuerkannt werden, da das Kind durch das Prozedere dem Vater bereits gründlich entfremdet wurde.

Nun also sollen sich nach der Idee der Grünen vier Erwachsene fürs Kindeswohl abstimmen. Das bedeutet, rund ums Kind wird es gewaltig knistern. Ja, das Kind wird in dieser aufgeladenen Atmosphäre wie inmitten eines Gewitters sitzen. Auch hierfür drücken die Grünen beispielhaft auf die Tränendrüse, so kommen sie mit dem totgerittenen Beispiel „… und beim Arzt!“:

Sozialen Eltern wird es dadurch einfacher möglich, Routineentscheidungen beim Arzt zu treffen, Schulausflüge zu erlauben, mit dem Kind Urlaubsreisen zu machen.

Hallo, geht’s noch? Mir sind die Streitereien mit meinen, der Homöopathie zugewandten Schwiegereltern unvergessen, die meinten, wir wollten ihren Enkel massakrieren, weil wir ihn gegen sämtliche Kinderkrankheiten impfen ließen. Und dann soll das mit „sozialen“ Eltern im Verbund besser laufen?

Nein, wo die Grünen, und speziell Volker Beck, ihre Finger drin haben, klingeln bei mir alle Alarmglocken. Der Vorschlag, wie er da steht, ist für mich bereits eine Anleitung zum emotionalen Kindesmissbrauch durch Deprivation, und in Verbindung mit Volker Beck fürchte ich noch mehr …

Im Umkreis der kranken Familie, der ich entstamme, gab es einige wenige Erwachsene, die weit außerhalb dieser Hölle standen, die mir Mut machten und Zuspruch gaben. Es waren Lehrer, Eltern von Freunden und zufällige Begegnungen, wo ich merkte, dass ich nicht nur der allzeit verfügbare und wertlose Bursche bin, den die Eltern in mir sahen. Doch diese Begegnungen waren weit weg von der Vorstellung „sozialer“ Elternschaft, wie sie die Grünen phantasieren. Sie waren vielmehr Begegnungen, bei denen man mir trotz meiner Kindlichkeit und Unreife mit Respekt begegnete. Doch wenn ich mir eine soziale Elternschaft vorstelle, die sich um eine alleinerziehende Mutter gruppiert, dann denke ich eher, an den Spruch: Gleich und gleich gesellt sich gern. Was bedeuten würde, dass sich in vielen Fällen die neurotischen Strukturen Erwachsener um das Kind verdichten, und sich sein seelischer Schaden noch potenziert; während die Mutter ihre Kumpanen via zusätzlichem Kindergeld aushält.

Zum Schluss noch ein Gedanke, der den Grünen bei ihren Überlegungen überhaupt nicht in den Sinn kam. Wie erlebt denn ein Kind eine vierköpfige Vormundschaft?

Sie ist für ein Kind ein steter Anlass von Unsicherheit, denn die vorhersehbaren Konflikte, das anhaltende Doublebind zwischen den einzelnen Erwachsen, die zu erwartenden Wechsel im Elternkollektiv, können jedem Kind nur Angst machen. Das Kind wird somit seiner Kindheit entrissen und zwangsläufig parentifiziert. Es muss sich, um seiner selbst willen, vermehrt um die Stabilität und Harmonie des Elternkollektivs kümmern. Gleichzeitig bietet eine solch perverse Situation auch genügend Anker, die die Verwahrlosung des Kindes begünstigen, denn ein Elternkleeblatt lässt sich schneller austricksen, als eine stabile normale Elternbeziehung.

In einer normalen Elternbeziehung findet ein Kind dagegen den Halt, den es braucht. In einem Elternkollektiv aber ist das Kind haltlos. Selbst in der bösen Familie, die mal mein Hort war, hatte ich eines, die Sicherheit, mit den Eltern eine Orientierung zu haben, die mir half das kranke vom gesunden zu scheiden und so meine Resilienz zu stärken, so dass ich am Ende den ganzen Wahnsinn – zwar schwer beschädigt – überleben konnte. Es war die kranke Familie, die mir erlaubte, trotz erlittenem Seelenmord, überleben zu wollen. Somit wurde ich ein Überlebender.

Dieser Schlussgedanke zeigt deutlich, wie wenig sich die Grünen für die Sorgen und Nöte von Kindern interessieren. Was sie interessiert ist einzig ihre kranke Ideologie, zu der staatliche Fürsorge in allen Lebenslagen gehört und für die auch die Zerstörung der Familie zwingend ist, denn erst wenn der letzte private Rückhalt zerbrochen ist, wird das Individuum – das Unteilbare – zerrissen, und ganz und gar dem Staate einverleibt.

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