Ein Vorschlag an die Aufarbeitungskommission zur internen Aufarbeitung

Im vorangegangenen Blogbeitrag verlinkte ich auf einen offenen Brief von Martha Schallek an die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs (UKASK), in dem es um relativierende Thesen zur sexualisierten Gewalt ging, die das Kommissionsmitglied Peer Briken 2010 für die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung aus seiner Sicht der psychotherapeutischen Arbeit mit Tätern formulierte. Mit diesen Thesen schränkte er nicht nur die Begrifflichkeit des sexuellen Kindesmissbrauches in bedenklicher Weise ein, sondern vermittelte stellenweise das Bild vom durch das sexuell aktive Kind verführten erwachsenen Täter.

Der Zufall wollte es, dass die UKASK heute per Twitter auf ihre Seite für einfache Sprache aufmerksam machte. Dort ist tatsächlich simpel und klar beschrieben, was sexualisierte Gewalt ist.

Was ist sexueller Missbrauch?
Das kann vieles sein:
Zum Beispiel:
Ein Mann fasst einer Frau an die Brust.
Die Frau will das nicht.
Eine Frau küsst einen Mann.
Der Mann will das nicht.

Was ist sexueller Kindes-Missbrauch?
Ein Kind oder Jugendlicher muss Sex mit einem Erwachsenen machen.
Ein Kind oder Jugendlicher muss den Penis eines Mannes anfassen.
Ein Kind oder Jugendlicher muss die Vagina einer Frau anfassen.

Sexueller Kindes-Missbrauch ist aber auch:
Ein Kind muss angucken, wie ein Mann und eine Frau Sex machen.

Vielleicht legt man Prof. Briken diese Beschreibung noch einmal vor, damit er Missbrauch als Missbrauch erkennt, ohne die Täterperspektive einzubeziehen.

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