Helfer, Wölfe im Schafspelz?

© daniel stricker / pixelio.de

© daniel stricker / pixelio.de

Helfer helfen nicht nur den Opfern, sondern stets auch sich selbst. Wo allerdings Hilfe zum Selbstzweck wird, werden die Opfer leicht übersehen und es öffnen sich Türen, die sich gegen die Mündel richten. Wir kennen das Helfersyndrom, wir kennen auch das Münchhausensyndrom, beides krasse Verkehrungen von Hilfeleistung, die dem Betreuten zum Schaden gereichen. Weswegen man bei den Helfern von Kindesmissbrauch sehr genau hinschauen sollte, ob ihre Hilfe nicht eher Selbstzweck ist. So war der Präsident des Kinderschutzbundes von 1981 bis 1991, Walter Bärsch, Gründungsmitglied des pädophilen Arbeitskreises Humane Sexualität (AHS), dessen Ziel es war, einvernehmlichen Sex zwischen Kindern und Erwachsenen zu legalisieren. Zudem bot er in seiner Verbandszeitung „Kinderschutz aktuell“ Pädophilen eine Plattform, auf der unter der Rubrik „Spannungsfeld Sexualität“ unter anderem über die „liebevolle Sorge, die pädophile Männer für ihre kindlichen Partner empfinden“ berichtet wurde. (Quelle: SPON)

Es ist bekannt, dass sich Pädokriminelle vermehrt in Institutionen der Kinder- und Jugendarbeit finden. Dass sie speziell Kontakt zu Institutionen halten, die sich der Opferarbeit widmen, liegt auf der Hand; nirgendwo kann man unverdächtiger seinem eigenen Zweck, dem Missbrauch eben dieser Opfer frönen. Die Fälle erneuter Viktimisierung von Opfern sind ebenso bekannt. Ein Opfer sexualisierter Gewalt ist wesentlich gefährdeter, erneut Opfer eines Straftäters zu werden, als ein von dieser Gewalt verschont gebliebener Mensch. Man spricht dann von Reviktimisierung.

Im Rahmen der Diskussion über das Inzestverbot 2012, als der Europäische Menschenrechtsgerichtshof die gesetzlichen Sanktionen bestätigte, konnte ich beobachten, wie sich Pädophile vermehrt an Diskussionen in Opferforen beteiligten, um die Argumente der Inzestopfer mit dem Fall „Patrick S.“ – einer „Geschwisterliebe“ – zu konterkarieren und ihre pädokriminellen Positionen einzubringen. Den Grünen, insbesondere Christian Ströbele, war das Schleifen des Inzestparagraphen §173 StGB ebenso ein Anliegen. Entdeckte man doch mit dem Geschwisterpaar wieder eine „Minderheit“, die man unter grüne Fittiche nehmen konnte. Die Forderung nach Abschaffung der Strafvorschrift zum Inzest ist seitdem auch stetes Anliegen der Grünen Jugend. – Das damit keinem Inzestopfer geholfen wird, ist diesen „Fürsorglichen“ egal, ihnen geht es wie immer um sich selbst und ihre Selbstheroisierung.

In meinem Blogbeitrag „Sexueller Missbrauch: Sackgasse Onlinehilfe Jugendamt“ stellte ich zwei Hilfsorganisationen aus München vor, die sich als Anlaufstellen um jugendliche Opfer sexualisierter Gewalt kümmern, das KIBS für Jungs und die IMMA für Mädchen. Beim blättern in deren Webseiten stieß ich allerdings auf eben jene hilfswidrigen Merkwürdigkeiten, die einmal mehr den blinden Fleck der Helfer offenbarten.

KIBS

Die Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle KIBS kümmert sich um Jungen, dementsprechend ist sie auch Ziel von Päderasten, denn hier kann man womöglich schon einschlägig traumatisierte Buben einlullen und abgreifen. Die Webseite bietet auch ein Forum an, das längst eingeschlafen ist. Die letzten Themen darin sind von 2012. Dann wurde das Forum geschlossen, es steht aber weiterhin online. Ich habe mir zunächst nur diesen einen Faden angesehen, da er relativ viele Beiträge enthält. Ihn hat SeelenSplitterMark am 26. 9. 2009 unter dem Titel „Weiß nicht mehr weiter“ eröffnet. Einem aufmerksamen Forenbetreuer hätte damals schon auffallen müssen, dass der Thread-Eröffner nicht ganz koscher und vermutlich ein Päderast ist, der hier die Umgebung der Opfer für sein abartiges Vergnügen missbraucht.

Er eröffnet wie folgt:

hallo also ich bin der mark aus berlin. ich hab den link von der seite dbna.de. ich weiß so langsam nich mehr weiter. ich kann bald nicht mehr. wo soll ich denn anfangen??? oh mann. ich bin jetzt 14. meine mum is bei meiner geburt gestorben. also ich hab sie nie kennengelernt. mein pa hat mich alleine aufgezogen. er hat nie wieder ne richtige freundin gehabt. jedenfals weiß ich nix davon. und naja ich liebe ihn doch. er is mein vater. und er liebt mich doch auch. ich bin doch alles was ihm noch geblieben is. sagt er ja auch imma. und er macht ja auch alles für mich. und da muss ich doch auch lieb zu ihm sein. so war das ja schon immer.

ich glaub ich bin schwul. ich hab ein jungen kennengelernt den finde ich total süß. und jetzt weiß ich nich mehr weiter. ich kann doch mit dem nich sowas machen wie mit mein vater. das geht doch nich. aber ich glaub ich lieb den jungen auch. was soll ich den nun machen? mein pa braucht mich doch auch.

Er deutet also an, dass er mit seinem Vater Geschlechtsverkehr hat und dies für richtig findet, weil der für ihn so liebevoll sorgt und alleine ist und keine Geschlechtspartnerin hat. Gleichzeitig weist er in seinem ersten Satz auf die Webseite dbna.de hin, eine schwule Kontaktbörse „Exklusiv für Jungs von 14 bis 27 Jahren!“, die in ihrem Angebot fragwürdige, wenn nicht gar päderastische Filme listen. Zumindest lassen die Bilder und Filmbeschreitung diese Vermutung zu.

Im zweiten Absatz wird er konkret, indem er sagt, er vermute, schwul zu sein, und dass er mit einem anderen Jungen das machen möchte, was er mit seinem Vater macht, und formuliert hierüber einen Loyalitätskonflikt zu dem er Hilfe der Forengemeinde sucht; also von Jungen, die sexualisierte Gewalt erfahren haben. Dies ist besonders perfide, denn viele Jungs haben diese Gewalt durch andere Jungs oder durch Männer aus der Familie erfahren und stellen sich die gleiche Frage: Bin ich schwul, weil ich da mitmachte und es mir sogar gefallen hat? – Auffällig an seinem Thread ist, dass nicht der Missbrauch durch seinen Vater sein Problem ist, sondern sein schwules Begehren gegenüber einem Schulfreund.

Diese Eröffnung steht also seit 2009 im Forum einer Organisation die von sich selbst sagt:

Wir informieren, beraten, unterstützen und begleiten Jungen und junge Männer bis 27 Jahre, denen sexuelle Gewalt widerfahren ist.

„Junge Männer bis 27 Jahre“, also dieselbe Zielgruppe, wie sie die schwul-päderastische Kontaktbörse anspricht.

Schließlich treibt Mark seinen Loyalitätskonflikt mit seinem Vater und dem anderen Jungen auf die Spitze und gesteht, dass ihm seit einem Jahr der Missbrauch durch seinen Vater „Spaß“ macht:

hallo irene, hallo panter,
hm also ich bin froh das ich hier mit wen reden kann. hm also mit fehlern naja also ich weiß das klingt doof aber manchmal gefällt mir das ja auch mit mein pa. das war nich imma so stimmt aber in letzter zeit so seit bischen mehr als 1 jahr macht mir das spaß. und nu weiß ich nich wie ich damit umgehn soll. wenn ich mein pa sage ich will das nich mit ihn dann ist er traurig und sicher auch böse auf mich. und das will ich nicht. und mit manuel. natürlich will ich für ihn da sein. so wie er für mich da is. er hat mir schon so viel geholfen an der neuen schule. ich bin ziemliches weichei und die andern aus meine klasse ham mich am anfang immer nur gemobbt. naja und manuel hat das geklärt für mich. der hat mich beschützt als mich welche verprügeln wollten und hilft mir auch so immer. und darum liebe ich ihn ja auch. und er mich. ich hab ihn gestern gefragt. wir warn baden und da hab ich ihn gefragt ob er mich liebt. und er hat ja gesagt. aber wenn ich mit manuel zusammen bin lasse ich doch auch mein pa in stich und der liebt mich doch auch und macht alles für mich. ich will mein pa nich enttäuschen und manuel auch nicht. wie soll ich das nur machen. und da hab ich angst das ich das falsch mache. das mein pa probleme kriegt oder manuel und ich. ich weiß doch auch nich. 😦

Mark wird also seit mehreren Jahren von seinem Vater missbraucht und hat zunehmend Spaß daran …? Nein, wahrer Missbrauch sieht anders aus!

Auffällig an dem Faden von SeelenSplitterMark ist, dass er sich einmal beinahe als Legastheniker darstellt, um dann in weiteren Beiträgen für einen 14jähren passabel formuliert und in passabler Orthografie verfasst. Auch sein Nick zeugt nicht gerade für einen 14jährigen Burschen, sondern weist eher auf eine mit dem Thema Missbrauch erfahrene Person hin.

Nachdem ich den Beitrag bis hierher verfasst hatte, habe ich mir dann doch noch einige Threads angeschaut. Es könnte ja sein, dass ich von einer Ausnahme auf die Regel geschlossen habe. Nun, so ist es nicht. Dennoch scheint mir das Forum von Päderasten unterwandert worden zu sein.

So eröffnete, um noch ein Beispiel zu geben, am 2. 4. 2006 ein 12jähriger „hannes-dominik“ einen Faden, in dem er schildert, dass er von seinem Trainer missbraucht wurde. Im Verlauf seiner einmonatigen und über die Osterferien laufenden Beteiligung am Gespräch schildert er weiter, wie er seinen Eltern den Übergriff berichtet hatte, diese dann zum Trainer fuhren, um ihn zu stellen. Der Trainer ließ daraufhin von Hannes ab. Die Eltern zeigten den Trainer aber nicht an, weil Hannes das mit seinen zwölf Jahren nicht wollte. Dafür hielt er danach Briefkontakt zum Trainer, wie er am 21. 4 berichtete. Also eine ziemlich rasante Entwicklung in nicht einmal drei Wochen. Und dann bereits Briefkontakt zum Trainer, der noch dazu, wie Hannes am 9. 5. erwähnt, in der Nähe wohnt und sie sich öfters sehen.

Nicht gerade eine glaubwürdige Geschichte. Zudem der 12jährige Bub für sein Alter eine bemerkenswerte Sprach- und Schreibkompetenz besitzt. Außerdem scheinen sich in diesem Faden ein und dieselbe oder mehrere Personen die Bälle zuzuspielen, denn zwischendrin werden die Beiträge schon recht eindeutig zweideutig. So zum Beispiel hier:

Und ich schreib dir nu noch was… musst ja net dazu antworten wenn du dich schämen solltest.

Es kann ja sein, dass du auch vielleicht ein bisschen neugierig warst… is normal. Aba da du hier geschrieben hast, dass du erschrocken darüber warst und auch enttäuscht von deinem trainer bist, glaub ich net das du neugierig warst.

Aba ich schreib dazu trotzdem noch ein bisschen ich hoffe ich verletz dich persönlich damit net.

Ich bin ja nunmal auch ein junge und hab mich irgendwann entdeckt da unten als ich so 10 jahre rum war. So früh is net unbedingt üblich aba bei mir war es halt so früh… weiss auch net warum…

Worauf ich hinaus will… vielleicht war es deine erste erfahrung überhaupt mit deinem kleinen da unten und du warst auch irgendwie überrascht das sich da was durch berührung tut. Einerseits vielleicht auch entsetzt dass er sich gerührt hat obwohl du von jemanden den du ja nicht liebst.. (im gegensatz wie zum beispiel ne freundin in zukunft mit der du dich sexuell entdeckst) angefasst wurdest. Wenn deiner sich also gerührt hat da unten dann wunder dich darüber net… das is einfach so wenn er angefasst wird.

Vielleicht bist du aba auch schon erfahren damit (ich drücke es jetzt mal etwas direkter aus) mit selbstbefriedigung… so das du dich trotzdem aba wundern könntest… dass du bei einem mann reagiert hast… dann mach dir darüber auch keine grossen gedanken… is einfach unwichtig darüber nachzudenken. Du bist in einem alter wo die hormone anfangen verrückt zu spielen und da kann sowas vorkommen heisst aba net viel… is von der natur halt so gemacht… Die zukunft wird zeigen mit wem dir was spass macht… warte da einfach ab…. oki?

Auffällig an den beiden Fäden ist, wie hier immer wieder insistiert wird, dass die die Opfer ihre Vergewaltiger „lieb“ haben und hierüber in einen Konflikt geraten. Da wird ein altbekanntes päderastisches Stereotyp gepflegt, nämlich das vom Kind, das seine Liebe zu einem Erwachsenen mit Geschlechtsverkehr krönt. Genau hier werden erwachsene Bedürfnisse nach sexueller Befriedigung Kindern in den Mund gelegt. Und genau deswegen halte ich diese Threads für päderastische Märchen, durch die alle anderen Beteiligten an der Nase geführt worden sind. Und schlimmer noch, es waren offensichtlich Versuche von Kinderschändern, ihre Opfer, nämlich schon einmal missbrauchte Jungs, auf ihre Leimrute zu locken, um sie zu reviktimisieren. – Einzig die Blockade von Adressenaustausch im Forum vereitelte diese Versuche.

Dennoch frage ich mich, aus welchem Grund dieser semipornografische päderastische Müll noch heute, sechs Jahre nach Schließung des Forums auf der Seite einer Helferorganisation für sexuell missbrauchte Jungs steht, und es keinem der Verantwortlichen, während sie die Beiträger bearbeiteten, aufgefallen ist, dass sie womöglich Opfer einer ebenso perversen wie perfiden Clique geworden waren. Werden diese Mitarbeiter nicht geschult? Oder sind sie alle nur blauäugig? Ebenso frage ich mich, warum das Jugendamt, das ja das KIBS mit der Fürsorge eben dieser Jungs betraut, hier nicht längst eingeschritten ist.

Da veranstaltet der Missbrauchsbeauftragte Tagungen zum sexuellen Missbrauch im Netz (siehe PM) und hier lässt eine Beratungsstelle für missbrauchte Jungs erkennbare päderastische Übergriffigkeiten in ihren Foren stehen.

Ich habe KIBS über diesen Blogbeitrag informiert und um eine Stellungsnahme gebeten.

 

IMMA

Die einzige Anlaufadresse für sexuell missbrauchte Mädchen, die das Münchner Jugendamt anbietet, ist IMMA e.V. Die Abkürzung steht für „Initiative Münchner Mädchenarbeit“. Ob bei der Namensgebung auch mit dem Wörtchen „immer“ gespielt wurde, das bayerisch wie „imma“ klingt, weiß ich nicht. Jedenfalls ist das Selbstverständnis des Vereins wohl so, dass grundsätzlich und überhaupt in der Welt Mädchen und Frauen von Natur aus immer Opfer sind. In ihren Leitsätzen stellt IMMA fest:

2. IMMA versteht sexuelle Gewalt als Ausdruck gesellschaftlicher Macht- und Unterdrückungsverhältnisse.

Nun das klingt irgendwie links und schwer theoretisch. Ist aber im Grunde nur ein inhaltsleerer Blähsatz. Welcherart gesellschaftliche Macht- und Unterdrückungsverhältnisse haben wir hier im Land, die sich in sexueller Gewalt gegenüber Mädchen und Frauen ausdrücken? Blub! Keine Antwort, nur pauschale und ungezielte Bezichtigung. Sollte ich da vielleicht an die Silvesternacht 2015 in Köln denken; als man hunderte von Frauen, die Opfer eines übergriffigen Mobs wurden, unsichtbar machen wollte? Ja, ich denke bei diesem Blähsatz daran, dass die Leitmedien diese Opfer sexualisierter Gewalt verschwiegen hatten, und dass ihr Schweigen eingefahrenen gesellschaftlichen Strukturen sexueller Gewalt entsprach. Allerdings teilt IMMA hier sicher nicht meine Ansicht; sondern meint vielmehr ein omnipotentes und dennoch klandestines, ungreifbares Patriarchat; das hinter den Kulissen Väter gleich Bestien auf ihre Kinder hetzt, um sie zu vergewaltigen; das ebenso Geistliche dazu verleitet, in ihren Sakristeien Knaben und Mädchen sexuell zu attackieren.

Dementsprechend klingt auch das feministische Selbstverständnis von IMMA e.V.:

Wir stellen den Mädchen und jungen Frauen Erklärungsmuster zur Verfügung, um strukturelle Gegebenheiten aufzuzeigen, die sich auf uns als Frauen bzw. die Mädchen als Individuum auswirken. Dies soll der Individualisierung von Problemlagen und Belastungen entgegenwirken und den sogenannten Verdeckungszusammenhang verdeutlichen.

Das missbrauchte Mädchen soll somit zu einer Kämpferin des Feminismus herangebildet werden. Als Opfer ist es nur ein Symbol für alle Frauen, seine erlittene Schmach und Schändung ist lediglich der wiederholte Beweis für die Unterdrückung jeder einzelnen Frau. Das Missbrauchsopfer gehört der unterdrückten Weiblichkeit und nicht sich selbst. Somit wird es ein weiteres Mal zum Objekt; diesmal zum Objekt seiner Helferinnen. Die Individualisierung seiner Problemlage und Belastung soll vermieden werden. Sein Schmerz ist nur das Symptom eines Verdeckungszusammenhangs, der alle Frauen bedroht, weswegen ihn das Missbrauchsopfer nur als Objekt der Aufdeckung empfinden darf. Das heißt, den Schmerz eines Opfers erleiden alle Frauen stellvertretend für das Opfer. – Empfinde nur ich das als missachtend und übergriffig? Als eine seelische Ausweidung des Opfers für ein ideologisches Kollektiv, das außer dem Geschlecht nichts mit ihm gemein hat?

Die Vereinnahmung von Opfern scheint überhaupt eine übergriffige Selbstverständlichkeit dieser an und mit Opfern praktizierenden und experimentierenden feministischen Ideologen zu sein, so dramatisieren sie die Lebenssituation junger Lesben – und damit wohl auch ihre eigene – indem sie keck feststellen:

Bei diesen Zahlen wundert man sich nicht, dass laut einer Berliner Studie der Senatsverwaltung für Jugend, Schule und Sport das Suizidrisiko bei homosexuellen Jugendlichen 4x höher ist als bei heterosexuellen Jugendlichen. (Quelle)

Und diese Feststellung extrapolieren sie gleich nochmal freihändig und unbegründet, indem sie das Suizidrisiko von Lesben auf das siebenfache steigern:

Das Suizidrisiko von Lesben und Schwulen zwischen 12 und 25 Jahren ist vier- bis siebenmal höher, als das von Jugendlichen im Allgemeinen. (Quelle)

Es muss etwas schönes am Zustand des privilegierten aber nicht betroffenen Opfers sein, anders kann ich mir diese Megalomanie nicht erklären. Vor allem nicht vor dem Hintergrund, dass die Rate erfolgreicher Suizide mit 4:1 unbestritten zu Ungunsten der Männer ausfällt.

Gleichzeitig gibt es kritische wissenschaftliche Überlegungen zu den vorgelegten Statistiken, die einen erhöhten Suizid Homosexueller behaupten. Demnach gibt es keinen belegbaren Unterschied zwischen homo- und heterosexuellen Selbstmördern. Die sexuelle Orientierung spielt bei der Frage des Freitodes offenbar keine Rolle, wie das wissenschaftliche Blog ScienceFiles 2014 ausführlich darstellte.

Die IMMA ist unübersehbar ein feministisches Projekt, dass sich die Umgestaltung der sozialen Wirklichkeit zum Ziel gesetzt hat und sich deswegen auch in der Betreuung weiblicher Opfer von sexualisierter Gewalt engagiert. Dabei liegt ihr Schwerpunkt auf Gender Mainstreaming und „geschlechtlicher Vielfalt“ insbesondere Lesbentum:

Unter Feminismus verstehen wir IMMA Mitarbeiter_innen eine klare Positionierung für die Rechte von Mädchen, Frauen sowie für eine gesellschaftliche und ökonomische Gleichstellung der Geschlechter. Es ist ein wesentlicher Grundsatz unseres feministischen Selbstverständnisses für diese Forderungen auf der gesellschafts-politischen Ebene einzutreten und diese durchzusetzen.

Aus dieser Definition ergeben sich Verknüpfungen zu den Dimensionen wie z.B. sexuelle Identität, Migrationserfahrung, Behinderung und Alter, die immer mitzudenken und zu gestalten sind. Auf der Organisationsebene und in der Arbeit mit Mädchen und Frauen setzen wir uns mit Inklusion, Interkultureller Öffnung, intersektionalem Ansatz sowie mit Genderbewusstsein und Queer-Theorie auseinander.

Dass die IMMA ein feministisch-lesbischer Wolf im Schafspelz ist, das zeigt auch nachstehender Textauszug aus einer Aufsatzsammlung zum Gender Mainstreaming, einer auf unwissenschaftlichen und willkürlichen Behauptungen fußenden feministischen Ideologie, die den Steuerzahler inzwischen alljährlich mehrere Milliarden kostet. Ein Teil dieser Summe ging und geht auch an die IMMA:

Im Herbst 2002 kam der Leiter des Produktteams der Produktgruppe des Stadtjugendamtes auf die Kontakt- und Informationsstelle für Mädchenarbeit IMMA e.V. mit dem Anliegen der Unterstützung und Kooperation bei der Einführung von Gender Mainstreaming in die Produktgruppe Jugendsozialarbeit zu. Die Zusammenarbeit zwischen Stadtjugendamt und der IMMA wurde vertraglich geregelt. Der im Dezember 2002 geschlossene Kooperationsvertrag beinhaltete das Rahmenkonzept sowie die Leistungen des Stadtjugendamtes und die der IMMA. – (Constance Engelfried (Hg.), Soziale Organisationen im Wandel – Fachlicher Anspruch, Genderperspektive und ökonomische Realität)

Also frage ich mich abschließend, ob ein derart streng ideologisch ausgerichteter Verein wie IMMA, der richtige Ansprechpartner für missbrauchte Mädchen ist? Ich denke, dass ein Mädchen, das Hilfe nach erlittener sexualisierter Gewalt benötigt, andere Sorgen hat, als in ein feministisch-lesbisches Betreuungskonzept aufgenommen zu werden. Zumal gerade mal 1 % geschlechtsaktiver Menschen homosexuell und etwa 3 % bisexuell orientiert sind. (Quelle) – Ich jedenfalls wäre zu meiner Zeit, wenn es sie denn damals schon gegeben hätte, keinesfalls in ein Schwulenzentrum gegangen, um Hilfe wegen meines erlittenen Missbrauchs zu erhalten. Weswegen ich das Konzept von IMMA e.V. insgesamt als latent übergriffig erachte.

Denn es ist ein besonderes Merkmal von Missbrauchsopfern, dass sie überwiegend auch eine dependente Persönlichkeitsstörung durch die erlittene sexualisierte Gewalt entwickeln. Gerade diese Unfähigkeit zur Abgrenzung macht sie in einem explizit sexualisierten Rahmen der Identitätsfindung junger Menschen, wie er von IMMA beansprucht und angeboten wird, leicht reviktimsierbar. Auch frage ich mich, ob Angebote wie „Kochen bei Transmann“ für weibliche Missbrauchsopfer auf Gegenliebe stoßen? Jedenfalls kann ich mir es ebensowenig vorstellen, dass ein missbrauchtes und traumatisiertes Mädchen von sich aus das Verlangen äußert, sich verstümmeln zu lassen, um in das Geschlecht seines Peinigers zu wechseln.

Offensichtlich ist es auf weiblicher Seite unmöglich, Mädchen, die Opfer sexualisierter Gewalt wurden, schlicht und einfach eine weltanschauliche und gesellschaftlich neutrale Beratung anzubieten und sie auch auf längere Frist weder zu indoktrinieren noch für die eigene Ideologie instrumentalisieren zu wollen. Aber offensichtlich ist man auf feministischer Seite zu derlei Reflexion unfähig. – Weswegen für mich die grundsätzliche Frage naheliegt, ob derartige Geschlechtsaufteilungen bei den Beratungsstellen nicht obsolet sind; schließlich gibt es auch keinen Weißen Ring speziell für Männer oder nur für Frauen, sondern bloß einen für alle, die Opfer von Gewalttaten wurden.

Zum Schluss durchaus passend zum Thema „Cry Baby“ von Melanie Martinez:

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5 Gedanken zu “Helfer, Wölfe im Schafspelz?

  1. „Das missbrauchte Mädchen soll somit zu einer Kämpferin des Feminismus herangebildet werden.“

    Volle Zustimmung – hier werden Opfer in geschwächter Lage instrumentalisiert und zwar mit voller Absicht, was besonders widerwärtig ist.

    „Die Individualisierung seiner Problemlage und Belastung soll vermieden werden. Sein Schmerz ist nur das Symptom eines Verdeckungszusammenhangs, der alle Frauen bedroht, weswegen ihn das Missbrauchsopfer nur als Objekt der Aufdeckung empfinden darf. “

    Ausgezeichnete Analyse. Meine Vermutung ist, sich ein Opfer in so einer Situation völlig ignoriert vorkommt.

    „Empfinde nur ich das als missachtend und übergriffig?“

    Keineswegs. Ich sehe das genauso.

    „Ich jedenfalls wäre zu meiner Zeit, wenn es sie denn damals schon gegeben hätte, keinesfalls in ein Schwulenzentrum gegangen, um Hilfe wegen meines erlittenen Missbrauchs zu erhalten. Weswegen ich das Konzept von IMMA e.V. insgesamt als latent übergriffig erachte.“

    Volle Zustimmung

    „Offensichtlich ist es auf weiblicher Seite unmöglich, Mädchen, die Opfer sexualisierter Gewalt wurden, schlicht und einfach eine weltanschauliche und gesellschaftlich neutrale Beratung anzubieten“

    Auch das ist eine Art von Staatsfeminismus, der ganz offensichtlich schädich und unmoralisch ist.

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    • Klar, wer wie IMMA gemäß seinem feministischen Selbstverständnis gesellschaftliche und ökonomische Gleichstellung fordert, der fordert einen Staatsfeminismus, denn nur dann kann man die Männer zu Melkkühen gleichgestellter Frauen machen. Nur was hat ein solches Selbstverständnis noch mit Hilfeleistung für Missbrauchsopfer zu tun? So hat man sich in seinem Echoraum eingemauert. – Auf der anderen Seite – der Hilfe für Männer – sieht es nicht weniger gaga aus, ich werde demnächst darüber berichten.

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  2. Ich habe jetzt nicht alles von dem Beitrag gelesen, nur die Forumseinträge dieses (angeblich) 14jährigen Mark….mehr schaffe ich davon leider nicht ohne Ekel.

    Und ich denke…zumindest sagt mir das mein Bauchgefühl, dass diesen Text ein typischer Herrenhandtaschenträger mit Hornbrille und Bundfaltenhose geschrieben hat. Das ist eine Fantasiegeschichte ala Billitis …Zärtliche Cousinen…auf deren Basis dieser W**** Kontakt zu Jungs in dem Alter knüpfen will….und mir ist es unbegreiflich, weshalb in solchen Foren sowas nicht unterbunden wird.

    Gefällt 1 Person

    • Liebes Rapunzel, vor allem empfinde ich es als skandalös und fortgesetzt missachtend als auch ebenso missbräuchlich, dass diese Beiträge nach wie vor abrufbar und somit allgemein zugänglich sind, obgleich ich am 17. Februar an KIBS schrieb:

      „Sehr geeehrte Damen und Herren,
      ich habe mich in meinem aktuellen Blogbeitrag kritisch über Ihr Forum geäußert und biete Ihnen die Gelegenheit, sich hierzu über die Kommentarfunktion zu äußern.
      Zu diesem Zweck habe ich Ihnen die Vorschau zum Blog hier mit eingefügt.
      Mit freundlichen Grüßen
      Lotosritter“

      Auf Dein Stereotyp vom „Herrenhandtaschenträger mit Hornbrille und Bundfaltenhose“ hin musste ich lachen, denn genauso stelle ich mir diesen Typen auch vor.

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