Unbequeme Forderungen an den UBSKM und die UKASK

streifenIn der Mitteilung des Anhörungsbeauftragten der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauches zum Ablauf der Anhörung meiner Geschichte erlittener sexualisierter Gewalt stand auch der hervorgehobene Satz: „Zum Abschluss würden wir gern von Ihnen wissen, was Ihrer Ansicht nach Politik und Gesellschaft gegen sexuellen Missbrauch tun sollten.“ Am Vorabend zur Anhörung habe ich dann nachstehende Punkte zu Papier gebracht. Es sind meine Forderungen an Politik und Gesellschaft, es sind keine Utopien, sondern Forderungen, die Hand und Fuß haben. Mal sehen, welche Forderungen ich aus dieser Liste streichen kann, weil sie realisiert wurden.

Konkrete Hilfen für Opfer und Betroffene

Resilienz

Die Fähigkeit zur Resilienz untersuchen und erforschen, um hieraus Strategien für wirksame Hilfsprogramme für Missbrauchsopfer abzuleiten und womöglich Posttraumata oder sekundäre Viktimisierungen abzuwehren.

Das OEG reformieren

Das Opferentschädigungsgesetz (OEG) muss zwingend und unverzüglich reformiert werden, damit Opfer zumindest die notwendige Therapie erhalten und weniger an den Traumafolgen speziell chronischer und komplexer posttraumatischer Störungen (PTBS) leiden.

Traumatherapien verbessern

Traumatherapien von den üblichen Kostenübernahmevorgaben der Krankenkassen trennen und spezielle Abrechnungsmodi finden. Eine PTBS, deren Ursache jahrzehntelange sexualisierte Gewalt und Misshandlung in Kindheit und Jugend war, kann nicht in regulären 80 Stunden Psychotherapie therapiert werden. Als Sofortmaßnahme sollten die Übergangsfrist von zwei Jahren zwischen zwei Therapien, wenigstens mit sechs statt derzeit drei Gesprächsstunden pro Quartal ausgestattet sein. Ein strategischer Wechsel der Therapieform zwecks Kostenübernahme von VT zu AT darf nicht Mittel zum Zweck sein, da die AT bei PTBS ohnehin nicht das Mittel der Wahl ist; ja eher kontraindiziert ist.

Traumatherapeuten qualifizieren

Die Ausbildung von Traumatherapeuten muss verbessert und vereinheitlicht werden. Die Fortbildung sollte verpflichtend sein und kontrolliert werden. Ausgebildete Traumatherapeuten sollten einheitlich zertifiziert werden. Heilpraktische Psychotherapeuten sollten nicht als Traumatherapeuten zugelassen werden. Nur anerkannte Therapien sollten als Traumabehandlung abgerechnet werden dürfen. Die staatlich geschützte Berufsbezeichnung Traumatherapeut sollte eingeführt werden, damit traumatisierte Klienten entsprechende Therapeuten eher finden.

Vorbeugende und schützende Maßnahmen

Alltägliche Strukturen des Missbrauchs benennen

Die alltägliche Strukturen des Missbrauchs sollten vom UBSKM kontinuierlich aufdeckt und angeprangert werden. Sein Schweigen in Sachen Kinderehe ist ein beredter Beleg für die Notwendigkeit dieser Forderung. Schließlich ist es für mich als Missbrauchsopfer unerträglich, mitanzusehen, wie diese Strukturen immer wieder beschwiegen werden, zum Beispiel Knabenbeschneidung, Kinderehe, mütterliche Gewalt, die institutionelle Entziehung der Väter von den Kindern oder die Vernachlässigung von Jungen als auch die klandestine Sexualisierung aller Kinder durch übergriffigen Sexualkundeunterricht in den Schulen.

Auch die Instrumentalisierung von Missbrauchsopfern durch die Politik und die Parteien stellen eine Form des Missbrauchs mit der Gefahr einer erneuten Traumatisierung dar. Denn wer ein Opfer sexualisierter Gewalt instrumentalisiert, macht es erneut zum Objekt. Gleiches gilt zur Instrumentalisierung von Missbrauchsopfern in Unterhaltungssendungen.

Kinder vor Kindern schützen

Programme, Zeichen und Fertigkeiten, die helfen, Kinder und Jugendliche vor gleichaltrigen Tätern zu schützen. Zum Beispiel stille Briefkästen in den Schulen über die man Verdacht äußern und auf beobachtete oder erfolgte Übergriffigkeiten hinweisen kann.

Neutrale Hilfe

Schnell erreichbare anonyme Hilfe. Klare verständliche Informationen über die Hilfsprogramme. Die Hilfsangebote sollten politisch und weltanschaulich strikt neutral sein. Keine feministischen, religiösen oder parteipolitische Positionen vertreten, auf das Feindbild Männer verzichten, vielmehr auf Gemeinsinn und Vernunft setzen und die gesellschaftliche Spaltung überwinden.

Kein Ausschluss von Nazis. Auch Kinder von Nazis erleiden sexualisierte Gewalt.

Keine Gruppen oder Organisationen in die Hilfe miteinbinden, die auch Täterarbeit leisten.

Nur qualifizierte Hilfsvereine fördern

Hilfevereine genauer prüfen und deren finanzielle Förderung von Qualitätsprüfungen abhängig machen. Hilfevereine dürfen keine Erbhöfe für staatliche Zuwendungen werden; andernfalls besteht die Gefahr der Verkrustung und Instrumentalisierung der Hilfesuchenden.

Nur mit belegten Zahlen arbeiten

Darauf verzichten, mit Mondzahlen und extremen Dunkelziffern zu arbeiten und zu argumentieren. Falsche Zahlen, verfälschte und missinterpretierte Statistiken helfen nur den organisierten Kinderschändern. Sie können hierüber die Glaubwürdigkeit von Helfern beschädigen und ihre verdorbenen Argumente in Diskussionen einbringen.

Organisierte pädokriminelle Gruppen beobachten

Organisierten Kinderschändern, die sich als Interessenvertreter tarnen, muss das Handwerk gelegt werden. Die gemeinten pädophilen Gruppierungen dürften polizeibekannt sein. Polizeiliche Ermittlungen gegen diese Gruppierungen müssen geführt werden. Strafverfahren einleiten und klare Strafen – vor allem Mindeststrafen – für entsprechende Delikte festlegen. Strafablass und Verfahrenseinstellungen durch Zahlungen an Hilfsorganisationen sollten beschränkt werden.

Politische Forderungen

Alleinerziehung vermeiden

Emotionaler Missbrauch lässt sich vermeiden, indem Kinder nicht uneingeschränkt alleinerziehenden Müttern überlassen werden. Eine gesunde Kindheit braucht Vater und Mutter. Gemeinsame Erziehungsmodelle wie Doppelresidenzmodell sollten zur verpflichtenden Regel bei getrennten, geschiedenen und unverheirateten Eltern werden.

Staatsakte als Zeichen des Respekts vor den Opfern

Ein Staatsakt sollte durchgeführt werden, bei dem man öffentlich für die sexualisierte Gewalt und die Kindesmisshandlung in staatlichen und staatlich kontrollierten Einrichtungen Reue bekundet, sich bei den Opfern dieser Gewalttaten entschuldigt und sie um Verzeihung bittet.

Staatsakt 2

Ebenso sollte ein Staatsakt vollzogen werden, bei dem man sich für sexualisierte Gewalt und Kindesmisshandlungen in den Familien mitverantwortlich zeigt, weil man nicht oder zu wenig geholfen hatte, Missbrauch zu verhindern, unwillig war, die Opfer anzuhören, und die Täter nicht verfolgte oder nur unzulänglich bestrafte.

Staatsakt 3

Diese Staatsakte sollten nicht einmalig bleiben, sondern alle sieben Jahre wiederholt werden; denn die Erfahrung zwischen 2010 und 2017 zeigt, dass das Vergessen und erneute Bemänteln in etwa diese Zeit braucht, um klandestine gesellschaftliche Strukturen des Missbrauchs wiederzubeleben.

Ritueller Missbrauch

Fragwürdige Programme, wie die Studie der UKASK zu rituellem Missbrauch sollten ausgesetzt werden. Zunächst sollte geprüft werden, ob die Behauptungen weltweit vernetzter satanistischer Ringe durch gerichtsfeste Beweise belegt werden können. Hier verweise ich auf meine Aufsätze in diesem Forum:

Die Mär vom rituellen Missbrauch
Der wahre rituelle Missbrauch
Ritueller Missbrauch reloaded

Sexualisierter Sexualkundeunterricht

Sexualkundeunterricht zur Toleranz sexueller Vielfalt ist ein Vorgang, der häufig das Schamgefühl der Schüler verletzt, sie aber dennoch im Klassenverband in einen Kontext zwingt, der viele überfordert. Kinder und Jugendliche hegen kein besonderes Interesse über diverse und vor allem ihnen unvorstellbare Sexualpraktiken aufgeklärt zu werden. Die von manchen Gruppierungen praktizierte Nötigung zur Toleranz von Paraphilien führt bei Jugendlichen eher zur Reaktanz.

Insbesondere sollte das Thema den LGBT-Gruppen für die Schulen aus der Hand genommen werden. Sexualkundeunterricht darf nicht zur Lobbyarbeit und Selbstdarstellung dieser Gruppen verkommen. Hier werden die Kinder mitten in ihrer eigenen sexuellen Identitätsfindung mit Themen konfrontiert, die vielen schlichtweg peinlich sind. – Wir dürfen nach den geschehenen sexuellen Experimenten der Grünen und der SPD an und mit Kindern nicht erneut mit unseren Kindern experimentieren und meinen, wir wüssten besser als unsere Kinder, was sie in dieser Frage brauchen.

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