Genitalverstümmelung verletzt das Menschenrecht aller

Nein, diesen schlichten Satz, können unsere Politiker nicht unterschreiben, auch nicht die fünf Bundesminister für Familie, Inneres, Äußeres, Justiz und Gesundheit! Auch nicht der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) Rörig, obgleich sein Amt zur Verhinderung derlei ritueller Kindesmisshandlung zuständig sein sollte. Auch nachstehenden Satz können die Politiker gleichfalls nicht unterschreiben. Ich habe ihn aus der Präambel des „Schutzbrief gegen weibliche Genitalverstümmelung“ und für jedes Kind, egal ob Junge oder Mädchen, umformuliert. Ja, Menschenrechte gelten inzwischen für zweierlei Menschen unterschiedlich. Es gibt auf dieser Welt längst zwei Kategorien von Menschen: Hie Frauen und da Männer, aber schon lange keine Menschen mehr, die insgesamt gleichberechtigt und für die die Menschenrechte unabdingbar gleich gelten.

„Genitalverstümmelung ist ein Verbrechen und eine schwere Menschenrechtsverletzung mit lebenslangen schwerwiegenden körperlichen und psychischen Folgen für die betroffenen Menschen. Bei der Durchführung der Genitalverstümmelung kann es auch unmittelbar zu Todesfällen durch zu hohen Blutverlust oder durch eine schwere Infektion kommen.“

An ihren Genitalien können nach aktueller Gesetzeslage nur Mädchen und Frauen aber nicht Buben und Männer verstümmelt werden. Buben und Männer besitzen das patriarchale Privileg, beschnitten zu werden – und danach die Klappe halten zu dürfen. Nun also stellt die Gesundheitsministerin „Dr.“ Giffey einen Schutzbrief gegen Genitalverstümmelung vor, den die oben erwähnten fünf Fachminister unterzeichnet haben (siehe Link). Dieser Schutzbrief gilt allerdings nur für Mädchen. Jungen bleiben schutzlos. Dabei sind schätzungsweise zwei Milliarden Männer weltweit an ihren Genitalien verstümmelt. Ein intaktes Glied, das sexuelle Sensibilität in vollumfänglicher Freude ermöglicht, haben inzwischen nur noch eine Minderheit der Männer. Über eine Milliarde davon wurden zudem in einem überkommenen archaischen Ritual verstümmelt. Ihre Vorhaut wurde einem Aberglauben – sprich einem Gott – „geopfert“.

Im Schutzbrief werden auch die Folgen von Genitalverstümmelung explizit erwähnt, wobei zwei davon ebenso Männer betreffen.

„Lebenslange Schmerzen, psychische Traumatisierung
Probleme bei Geburten, chronische Entzündungen
Empfindungsstörungen und Schmerzen beim Sexualverkehr“

Der Schutzbrief soll gefährdete Mädchen auf Auslandsreisen schützen. Sie sollen ihn ihren Verwandten und potentiellen Beschneidern zeigen und auf die Strafandrohung von 15 Jahren Haft hinweisen. Das zeigt, dass es sich hierbei nicht wirklich um einen Schutzbrief als vielmehr um eine neue Runde feministischer Propaganda und Skandalisierung handelt. Denn hierdurch kann zwischen den Zeilen unterstellt werden, dass es vor allem Männer sind, die Mädchen zur rituellen Genitalverstümmelung zwingen und dieselbe durchführen. Das Gegenteil ist allerdings Wirklichkeit, es sind die Frauen eines Klans, die Mädchen dazu zwingen und sie verstümmeln. Zudem ist die rituelle Genitalverstümmelung überwiegend ein islamischer „Brauch“ (Link).

Flankiert wird die Vorstellung des Schutzbriefes von der Behauptung abenteuerlicher Zahlen, dass in Deutschland abertausende von Mädchen genitalverstümmelt würden. Diese Behauptung aus dem BMFSFJ lanciert, werden selbst von Menschenrechtsorganisationen regelmäßig als falsch zurückgewiesen; doch das Ministerium sieht keinen Anlass, seine Falschnachricht zu korrigieren (siehe Link). Dafür wurden die Fakes heute in den Rundfunknachrichten einmal mehr als Nachricht verbreitet. – Übrigens wurde seit der Strafbarkeit weiblicher Genitalverstümmelung noch kein Fall vor einem deutschen Gericht verhandelt.

Die Empörung um weibliche Genitalverstümmelung ist scheinheilig. Da morgen der „Aktionstag gegen weibliche Genitalverstümmelung“ ist, hängen augenblicklich viele gute Menschen ihr Fähnlein in den Wind. Sie werden es morgen wieder mit einem anderen Wind wehen lassen – geschenkt. Empörend finde ich jedoch die Scheinheiligkeit, wie ein Verbrechen – ein Menschenrechtsverbrechen – propagandistisch aufbereitet wird, um ein weitaus umfänglicheres Verbrechen, nämlich die Genitalverstümmelung von Jungen, zu kaschieren und zu verschweigen. Seit über einem Jahrzehnt wird dagegen protestiert, dass Jungen durch die Verstümmelung ihrer Sexualität beraubt werden, doch es interessiert niemanden, es bleibt nur ein himmelschreiende Unrecht. Somit schließe ich mit diesem Senryū, das in siebzehn Silben die Ignoranz von Menschen- und Kinderrechten auf den Punkt bringt, sobald es Jungen betrifft:

Was soll’s, es ist nur
Genitalverstümmelung
Es geht nur um Jungs.

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