Strukturen des Missbrauchs am Beispiel der Forderung nach staatlich finanzierten Sexualassistenten

Ist ein Widerling, mit dem sich keine Frau einlassen mag, behindert? Nein. Aber dennoch irgendwie gehandicapt, eingeschränkt … also doch behindert, weil dissozial; und das wiederum gilt in der Tat als eine psychische Krankheit. Im ICD-10 scheint sie mit dem Diagnoseschlüssel F60.2 als dissoziale Persönlichkeitsstörung auf. Jedenfalls hat er keinen Sex, weder mit Frau noch mit Mann, außer mit sich selbst, und das ist kein Sex, sondern Masturbation.

Regina Wlassitschau, Sprecherin von Pro-Familia, meint im Zusammenhang mit ihrer Forderung nach Huren – pardon Sexualassistentinnen – für Behinderte:

„Wir müssen grundsätzlich darüber nachdenken, dass auch Menschen mit Behinderung ihre Sexualität ausleben können. Ein Tabu muss enttabuisiert werden.“

Nun denkt Frau Wlassitschau vermutlich ebensowenig wie die pflegepolitische Sprecherin der Grünen, Elisabeth Scharfenberg, dabei an den Widerling, sondern an den behinderten Rolli und dessen unbefriedigten Sexualtrieb. Hier aber muss man heutzutage leider auch gendern, damit der durch Sprachpanscherei verbildete Leser auch begreift, dass es nicht nur Männer in Rollis gibt, sondern auch Frauen, deren Sexualtrieb unbefriedigt ist; und dass es auch jede Menge Frauen gibt, die Widerlinge sind.

Also brachte Elisabeth Scharfenberg das Thema im Januar wieder aufs Tapet. Sie wollte Sex auf Krankenschein für Behinderte und hierzu Sexualassistentinnen, also Huren, in die Pflegeheime schicken. Womöglich war ihre Forderung nur ein Versuchsballon, um weit vor der anstehenden Bundestagswahl zu testen, ob die Bevölkerung zu all den darbenden und vom Schicksal geschlagenen Leuten auch diese „Opfergruppe“ goutiert, auf dass sie in den Katalog der Betreuung durch gute grüne Menschen aufgenommen werden könnte. Allerdings war der Wind sehr rauh – also auf dinglisch ein scheiß Wind -, der ihr da entgegenschlug: Sex auf Krankenschein war dem mitleidigen Wähler nicht zu vermitteln. Somit wurde die Forderung schnell wieder geschreddert und auch nicht auf den Wunschzettel für den Weihnachtsmann sprich in das grüne Wahlprogramm geschrieben. Weiterlesen

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