Instrumentalisierung der Opfer sexualisierter Gewalt

Cc Dominik HES

Cc Dominik HES

Der Fall Lohfink zeigte, dass es jedem, der meint, ein Gerechter zu sein, schnurzegal ist, wenn er für seine Argumentation, die von Sexualverbrechern geschändeten Opfer, ein weiteres Mal schändet, indem er sich als ihr Interessenwahrer ausgibt, um seine Ideologie oder seine eigene Schandtat zu vertuschen.

Im Fall Lohfink waren es die Opfer tatsächlicher Vergewaltigungen, die instrumentalisiert wurden, um ein Argument zu liefern, warum die Verurteilung einer Verleumderin ungerechtfertigt sei. Schließlich würden durch die Verurteilung der Lohfink, die aufgrund ihrer Falschbeschuldigung gar mehrere 100.000 € an Gagen einsackt und lediglich 20.000 davon als Strafe bezahlen muss, viele Opfer von Vergewaltigungen eine Anzeige unterlassen, da sie fürchteten letztlich selbst wegen Verleumdung angeklagt zu werden. Diese Argumentation ist nicht nur hanebüchen, sondern sie ist ein Schlag ins Gesicht der wirklichen Opfer sexualisierter Gewalt, die hier für eine verlogene Argumentation herhalten müssen. Es ist beschämend für jedes Opfer, das hier auf das Niveau einer kriminellen Verleumderin gehoben und mit ihr gleichgestellt wird. Derlei Vergleiche sind bösartig! – Deswegen auch sollte die Bundesministerin Schwesig, die an dieser Opferdiskriminierung aktiv durch ihre Teilhabe am #TeamGinaLisa mitwirkte, zurücktreten!

Ist der Fall Lohfink noch nicht verraucht, ist schon der nächste Simpel dabei, die Opfer sexuellen Missbrauchs für seine Zwecke zu instrumentalisieren, um seine Interessen zu flankieren und seine spezielle Form von Gewalt und Ideologie zu rechtfertigen. Ich meine Aiman Mazyek, den Vorsitzenden des Zentralrates der Muslime. Ein Verein, der im Prinzip mit einem Etikettenschwindel fungiert. Denn Zentral ist am Rat dieser Muslime nichts. Er vertritt gerademal mit 10.000 Mitgliedern 0,2 % der Muslime in Deutschland. Dafür wird er von Politik und Medien hofiert, als wäre er gleichzusetzen mit Josef Schuster, dem Zentralratspräsident der Juden.

Aiman Mazyek ist von seinem kleinen Amt wegen ein Streiter für die islamische Kultur, und hierzu zählt auch sein Einsatz für die Verschleierung der Frau vom Kopftuch bis hin zur Burka und zum Niqab. Diese Form der Verschleierung ist im Grunde eine Diskriminierung der Frau, indem sie sie als einen Menschen zweiter Klasse markiert. Gleichzeitig ist sie eine Demonstration des Islams als politische Kraft, die ihre „Kultur“ in einer anderen Kultur durchsetzen will. Die Forderung nach Anerkennung der Verschleierung folgt somit dem Eroberungsauftrag des Propheten an seine Anhänger. Und da hierzulande zumindest die Vollverschleierung inzwischen in der Diskussion ist, hat Aiman Mayzek sich auf Facebook dazu wie folgt geäußert:

„Abgesehen davon, dass das Burkverbot in Frankreich keinen einzigen Terroristen abgehalten hat (100 % davon waren übrigens Männer und die werden sicherlich nicht zur Tarnung eine Burkla tragen) und das ein solches in Deutschland rein rechtlich ins Leere geht.

Ich frage mich: Wo sind all die Politiker, die seit Jahren zusehen, wie gut ausgebildetete, einen Beruf ergreifende muslimische Frauen wegen dem Kopftuch diskrimiminiert werden und abgelehnt werden? Aber im Kontext der Burkadiskussion sich angeblich für die Intergration der muslimischen Frau intressieren?

Einige in Deutschland tun so, als würde das Stück Stoff das grosse Problem sein, obgleich z.B. ( kein Anspruch auf Vollständigkeit )

-13.760 Kinder Opfer von Missbrauch, Dunkelziffer 200.000 (40 Kinder täglich) (2015) (…)“

Er begründet also seine Forderung gegen eine gesetzliche Einschränkung der Verschleierung tatsächlich mit den 13.760 angezeigten Fällen von sexuellem Kindesmissbrauch. Er bedient sich damit in unverschämter Weise der Opfer dieses schrecklichen Verbrechens, um seine fragwürdige politische Forderung zu untermauern. Als würde die Burka auch nur einen Fall von Kindesmissbrauch verhindern. Als würde die Burka die Welt sittlicher machen. Der ISIS (Daesh) ist der lebendige Beweis für die sittliche Verkommenheit, die mit der Verschleierung der Frau einhergeht. Die islamische Unsitte der Mut’a, der Ehe auf Zeit, erlaubt zudem auch die Ehe mit Kindern. Es handelt sich hierbei oft um eine institutionalisierte Form der Kinderprostitution. Auch hier hält kein Schleier den Kinderschänder ab; ebensowenig wie die verschleierten Frauen am Tahirplatz während des arabischen Frühlings nicht von Gruppenvergewaltigungen (Taharrush gamea) verschont blieben, die zudem in islamischen Ländern auch eine alltägliche Bedrohung der Frau sind.

Nicht nur dass Aiman Mazyek einen abstrusen Vergleich als auch Konnex zwischen Burka und Kindesmissbrauch setzt, nein, er missbraucht bewusst die Opfer dieser Sexualverbrechen ein weiteres Mal für seine politische Agenda. Und das ist bösartig und ebenso schändlich wie die Taten der Kinderschänder!!

Die beiden Beispiele bösartiger Instrumentalisierung von Opfern sind zugleich Fälle bewusster Opferdiskriminierung. Denn die Opfer werden als solche gar nicht mehr wahrgenommen, sondern sind nur noch Staffage, um selbst gerecht dazustehen und seine eigentlichen Interessen zu verbergen. – Im Fall Lohfink, um Männer generell abzuwerten und pauschal als potentielle Vergewaltiger zu verurteilen; und im Fall Mazyek, um die Verletzung der Menschenrechte und Missachtung unserer Gesetze zu rechtfertigen.

Die Tatsache aber, dass dieser spezielle Missbrauch publizistisch so gut wie nicht wahrgenommen wird, zeigt auch, dass die Opfer sexualisierter Gewalt und speziell die Opfer von Kindesmissbrauch gesamtgesellschaftlich in ihrer erlittenen Not sowie ihrer lebenslangen tatbedingten Belastung unverstanden sind und ihnen deshalb auch kein ehrliches Verständnis entgegengebracht wird. Andernfalls wären derartige Vergleiche ebenso tabuisiert, wie Analogien zu unserer Nazivergangenheit. Dass dem aber nicht so ist, zeigt: die Gesellschaft missachtet die Opfer weiterhin! Sie schaut bei den Taten weg, sie schaut beim späteren Leid der Opfer vorbei und sie schaut bei der Diskriminierung der Opfer durch bösartige Instrumentalisierung nicht hin. – Dies wiederum ist unser aller Schande!

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3 Gedanken zu “Instrumentalisierung der Opfer sexualisierter Gewalt

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