Alle Kindersoldaten sind Mädchen!

plan_kindersoldatenSchlagen Sie diese Seite des Kinderhilfwerkes PLAN International auf und lesen Sie. Sofern Ihnen daran nichts auffällt, scheint die feministische Indoktrination bei Ihnen zu einem positiven Abschluss gekommen zu sein. Denn auf dieser Seite geht es um Kindersoldaten, und auf dem Foto lächeln scheinbar von Rekrutierung betroffene Kinder in die Kamera. Nur ein kleiner Fehler ist dabei, es sind allesamt Mädchen, die meisten von ihnen tragen ein Kopftuch, einen Hidschāb. Seltsam diese Verhüllung, wo es doch bei der Kampagne darum geht, den Einsatz muslimischer Kindersoldaten auf den Philippinen zu stoppen – und mit Schleier kriegt es sich schlecht. Als weitere Irritation verschleiert der Text auch, dass Kindersoldaten Buben, Knaben oder Jungen sind. Bis auf eine Ausnahme wird nur von Kindern gesprochen! Und in der Ausnahme wird sinnentstellend  von Mädchen und Jungen geschrieben!

Offensichtlich gibt es für PLAN International generell nur Mädchen, die von Guerilla und Terrorguppen rekrutiert werden und sich dann mannhaft gegen andere Söldner- oder reguläre Armeen stellen. Nun, PLAN ist jüngst wieder ins Gerede gekommen, nachdem sich kritische Stimmen auf ihrer Facebookseite häuften. PLAN versuchte es zunächst mit Antworten an der berechtigten Kritik vorbei. Nachdem das nichts half löschte man die kritischen Stimmen und schaffte so die Kritik aus der Welt. Damit zeigte PLAN einmal mehr seinen kaltschnäuzigen Sexismus, indem es die Not der Jungen verschweigt und die Mädchen als Opfer patriarchaler Machostrukturen darstellt.

In dieser Weise instrumentalisiert PLAN aber ebenso kaltherzig die Mädchen, für die sie eigentlich eintreten wollen. Doch letztlich ist PLAN die Not der Mädchen ebensowenig egal, wie die Not der Jungen. Sie sind für sie nur Objekte, um Spenden einzusammeln und ihren kruden Feminismus, dass für die Not der Welt – sprich der Not von Frauen und Mädchen – ausschließlich Männer, Burschen und Knaben verantwortlich sind; denn männliches Dasein macht per se weibliches Dasein unerträglich (eine Ansicht, die auch die SPD in ihrem Grundsatzprogramm festgehalten hat). Gewiss ist dies von mir überspitzt, doch nur durch derlei Überspitzung erhellt sich der widerliche Sexismus dieser „Hilfsorganisation“, für die unter anderem diese Prominenten werben:

Senta Berger, Ulrich Wickert, Marie-Luise Marjan, Udo Lindenberg, Mario Götze, Christine Neubauer und, nicht zu vergessen, die feministische und naturalmente misandrische Ministerin für Alles, außer für Männer, Manuela Schwesig, jene Adabei, die immer dort auftaucht, wo es um Jungen- und Männerdiskriminierung geht; führt sie doch mit dem Bundesforum Männer auch einen Klub ihr höriger, sich selbstverleugnender Mannsbilder, die nichts lieber tun, als ihre Geschlechtsgenossen zu verleumden.

In diesem Zusammenhang kann ich es mir auch nicht verkneifen, die Gefallsucht Prominenter zu geißeln, die sich aus Imagegründen jeder Charity widmen und sich gedankenlos Hilfsorganisationen anbiedern. Jedenfalls outen sich diese Persönlichkeiten mit ihrer Unterstützung von PLAN zumindest als einfältige Narzissten, denen die Not echter Kindersoldaten schnurzegal ist.

Fundierte Kritik an PLAN International gibt es inzwischen zuhauf und über bald ein Jahr hinweg. Hier ein paar Links zum Nachlesen:

Und wie egal die Not von Kindersoldaten nicht nur unseren Prominenten, sondern der gesamten Gesellschaft ist, kann man an etlichen Ereignissen ablesen. Wohl deshalb sind es nur kleine Gruppen, die sich für dieses Thema interessieren, etwa die Forschergruppe um Prof. Thomas Elbert, der sich intensiv mit der seelischen Zerstörung ehemaliger Kindersoldaten auseinandersetzt, oder einzelne Blogger wie Gerd Buurmann der regelmäßig in seinem Blog „Tapfer im Nirgendwo“ die mörderische Indoktrination palästinensischer Kinder durch die Hamas anprangert.

Die Rekrutierung von Jungen als Kindersoldaten – und es sind so gut wie ausschließlich Jungen – ist ebenso Seelenmord wie der sexuelle Missbrauch von Kindern – hier Mädchen und Jungen. Und es macht absolut keinen Sinn, diesen speziellen Seelenmord an Jungen als zusätzliche Viktimisierung Mädchen anzudichten – außer man will Spendengelder akquirieren. Das grauenhafte an den zum Morden missbrauchten Jungen ist: ein beachtlicher Teil von ihnen reinszeniert später den erlittenen Missbrauch, indem sie wieder zu Söldnern werden; denn sie sind von der Mordlust, die sie als Kind erlebten, derart infiziert, dass sie unfähig wurden, ein normales Leben zu führen.

Auch die mittelbare Beteiligung unserer Gesellschaft an dem Phänomen der Kindersoldaten ist nicht von der Hand zu weisen. Denn die regionalen Kriege in Schwarzafrika drehen sich nicht nur um blutige Diamanten, sondern auch um seltene Erden, die für unsere modernen Kommunikationsgeräte unerlässlich sind. Aber auch in den Stellvertreterkriegen von Hegemonialmächten sind Kindersoldaten ein Mittel zum Zweck, weswegen Barack Obama 2011 das vier Jahre zuvor von George Bush unterzeichnete Gesetz für das Verbot der militärischen Zusammenarbeit mit Regimen, die Kindersoldaten einsetzen, wieder einschränkte.

Also sehen wir Bilder wie diese, auf denen Kindersoldaten des Islamischen Staates kurdische Kämpfer hinrichten.

issiskinder

Wir sehen diese Bilder aber nur, insofern wir Blogs fernab der Leitmedien lesen, denn dort müsste man uns dann eventuell erklären, dass der IS seine Waffen indirekt von den Vereinigten Staaten erhält, um sie dann vor Ort auch Kindern in die Hand zu geben.

Auch gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurden hier in Deutschland abertausende von Jungen traumatisiert, als man sie aus der Hitlerjugend heraus rekrutierte und als Kindersoldaten verheizte. Diese Jungen wurden eine ebenso vergessene Generation, wie es die Kindersoldaten heutzutage sind. – Doch wo nur Jungen und Männer leiden, ist und bleibt unsere Gesellschaft herzlos.

Abschließend „Child Soldiers“ von FLYBZ:

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4 Gedanken zu “Alle Kindersoldaten sind Mädchen!

    • Danke für den Hinweis, ich hab die Seite in meinem Archiv nochmal angeschaut, und da steht in der Tat einmal „Mädchen und Jungen“. Ich hatte es überlesen. Tut mir leid. Inzwischen habe ich den diesbezüglichen Absatz korrigiert.

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